czwartek, 16 lipca 2015

Fwd: Newsletter vom 16.07.2015 - Warnung vor Kerneuropa (Konflikt zwischen Berlin und Washington um das EU-Diktat gegen Athen)

RESPEKT!

Zitat

"Eine Erleichterung der griechischen
Schuldenlast durch einen "hair cut" hatte das Bundeskanzleramt zuletzt
am Dienstag erneut abgelehnt"


---------- Forwarded message ----------
From: German-Foreign-Policy <newsletter@german-foreign-policy.com>
Date: 2015-07-15 20:04 GMT+02:00
Subject: Newsletter vom 16.07.2015 - Warnung vor Kerneuropa (Konflikt zwischen Berlin und Washington um das EU-Diktat gegen Athen)
To: pascal.alter@gmail.com


Newsletter vom 16.07.2015 - Warnung vor Kerneuropa

BERLIN/WASHINGTON/ATHEN (Eigener Bericht) - Der deutsche Durchmarsch
beim EU-Diktat gegen Griechenland erschüttert jetzt auch das
transatlantische Verhältnis. Öffentlich fordert der in Washington
angesiedelte Internationale Währungsfonds (IWF) einen umfassenden
Schuldenschnitt zugunsten Athens oder eine weitgehende
Umstrukturierung der Gläubigerforderungen. Die Attacke zielt auf die
deutsche Bundesregierung. Eine Erleichterung der griechischen
Schuldenlast durch einen "hair cut" hatte das Bundeskanzleramt zuletzt
am Dienstag erneut abgelehnt. Um den transatlantischen Druck zu
verstärken, kündigt US-Finanzminister Jacob Lew ein Treffen in Berlin
an, wo er am heutigen Donnerstag mit seinem Amtskollegen Wolfgang
Schäuble sprechen wird. Schäuble hatte Lew bei einem kontroversen
Telefonat am 8. Juli mit kompromittierenden Äußerungen überrascht, die
er später als "Witze" bezeichnete. Die von Lew terminierte Aussprache
findet 24 Stunden vor der morgigen Sondersitzung des Bundestages statt
und stellt eine unverhohlene Warnung an die Bundesregierung und die
sie tragenden Parteien dar. Anschließend trifft sich Lew mit dem
französischen Finanzminister, der für das von Berlin erzwungene
EU-Diktat mitverantwortlich ist. Wegen der französischen Gefolgschaft
für die deutsche Europa-Politik ist die US-Regierung beunruhigt. In
Konsequenz des Brüsseler Abkommens vom vergangenen Sonntag bereitet
sich die deutsche Bundesbank auf eine "Überprüfung" des griechischen
Finanzsektors vor. Sollten griechische Banken "abgewickelt" werden
müssen, haben ab 22. Juli auch griechische Bankanleger zu haften,
heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Bundesbank. Die Ankündigung
droht mit Enteignungsmaßnahmen. Washington stellt sich der
radikalisierten deutschen Wirtschaftspolitik entgegen.

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