środa, 13 kwietnia 2016

Fwd: Anwaltskanzlei in Panama durchsucht / Sorgen über verstärkte Kämpfe in Syrien / Rücktritt Jazenjuks / Generalversammlung der Sika

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Date: 2016-04-13 7:03 GMT+02:00
Subject: Anwaltskanzlei in Panama durchsucht / Sorgen über verstärkte Kämpfe in Syrien / Rücktritt Jazenjuks / Generalversammlung der Sika
To: Pascal Alter <pascal.alter@gmail.com>




Neue Zuercher Zeitung
Colette Gradwohl
Colette Gradwohl
Stellvertretende Chefredaktorin
Liebe NZZ-Leserin, lieber NZZ-Leser
Der Name Mogadiscio ruft bei vielen wohl zuerst die Ereignisse des sogenannten Deutschen Herbstes wach. Im Oktober 1977 befreite die Eliteeinheit GSG 9 des Bundesgrenzschutzes auf dem Flughafen Mogadiscio die entführte Lufthansa-Maschine Landshut. Es folgten die Todesnacht von Stammheim mit dem Suizid der RAF-Anführer Baader, Ensslin und Raspe und die Ermordung des deutschen Managers und Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer.
Mogadiscio gelte heute als eine der gefährlichsten Städte der Welt, schreibt unser Korrespondent David Signer. Seine Reportagereise unternahm er in gepanzerten Fahrzeugen und mit Sicherheitsleuten. Die somalische Hauptstadt besteht grösstenteils aus Trümmern und ist trotz immensem Sicherheitsaufgebot Hochrisikogebiet. Das Land Somalia, das über Jahrzehnte keine funktionierende Verwaltung mehr hatte, gilt als Inbegriff des gescheiteren Staates. Gefährlich, gescheitert und korrupt: Laut Transparency International ist Somalia das korrupteste Land der Welt. Trotz alldem und trotz den unaufhörlichen Anschlägen der islamistischen Terrorgruppe al-Shabab herrscht – dies die Beobachtung von David Signer – Aufbruchstimmung in Mogadiscio. Viele Somalier kehren aus der Diaspora zurück, mit Geschäftsideen, Kapital und Wissen und sorgen für einen Hauch von Frühling inmitten der Ruinen.
Was heute wichtig ist

Im Zuge der Ermittlungen rund um die Panama Papers durchsuchen Behörden die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca. Die neu gegründete Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität in Panama prüft, ob das Unternehmen für illegale Aktivitäten genutzt wurde. Nach einjähriger gemeinsamer Recherche hatten vor kurzem Dutzende von Medien weltweit über gut 200 000 Briefkastenfirmen berichtet. Zum Dossier

Der Uno-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, macht sich Sorgen über die Zunahme der Kämpfe in Syrien. Die Uno-Botschafterin der USA, Samantha Power, zeigte sich gar «alarmiert» über eine von Damaskus angekündigte Regierungsoffensive mit russischer Unterstützung in Aleppo. Die trotz des geltenden Waffenstillstands verstärkten Kämpfe dort und in den Regionen Hama und Damaskus bedrohen die Verhandlungen in Genf.

An der Generalversammlung von Sika sind die Wogen hochgegangen. Es kam einmal mehr zum «Showdown» zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich gegen einen Verkauf an den Konzern Saint-Gobain wehrt. Gefochten wurde erneut mit zweifelhaften Methoden. Der Verwaltungsrat wurde bestätigt, bekommt aber keinen Lohn. Zum Kommentar.

Die USA erlauben nicht allen EU-Bürgern die visafreie Einreise. Darum muss die EU nun über einen Visumszwang für US-Bürger diskutieren – doch sie fürchtet die politischen und wirtschaftlichen Kosten.

Der Satiriker Jan Böhmermann steht nun unter Polizeischutz. Er hat die nächste Folge seiner Sendung «Neo Magazin Royal» abgesagt. Derweil hob die deutsche Kanzlerin Merkel die Grundwerte wie die Meinungsfreiheit hervor. Derzeit wird ein förmlicher Wunsch der Türkei nach Strafverfolgung Böhmermanns von der Regierung geprüft.

Der SC Bern ist Meister. Der Klub vollendet seinen spektakulären Steigerungslauf mit einem glückhaften Sieg im Play-off-Final. Der entscheidende Treffer gelingt dem Center Derek Roy in Unterzahl. Bern ist am Ziel.

Was wir im Auge behalten

Südkorea wählt ein neues Parlament. Die regierende Saenuri-Partei geht als Favoritin in die Wahlen, an denen mehr als 42 Millionen Südkoreaner ihre Stimme abgeben können.

Der NBA-Star Kobe Bryant läuft zum letzten Match seiner Karriere auf. Ein Platz im Pantheon des Basketballs ist ihm sicher, aber Kobe wird dort im Schatten Grösserer bleiben.


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Colette Gradwohl
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