Zitat:
" Der Westen hatte Moskau zunächst - während der Umbrüche des Jahres 1990 - mündlich und 1997 auch vertraglich zugesagt, keine NATO-Truppen in relevantem Umfang dauerhaft in Osteuropa zu stationieren, um Russland keiner existenziellen militärischen Bedrohung auszusetzen. Die US-Militärs, die die Obama-Administration jetzt beispielsweise nach Polen verlegen lassen will, sind dort dementsprechend offiziell nicht fest stationiert, sondern "rotieren". Ein polnischer Hardliner, der sich dafür ausspricht, NATO-Stützpunkte dauerhaft nach Polen zu verlegen, hat daher den martialischen Auftritt des US-Präsidenten eine "Nebelwand" genannt.[7]"
So
" Der Westen hatte Moskau zunächst - während der Umbrüche des Jahres 1990 - mündlich und 1997 auch vertraglich zugesagt, keine NATO-Truppen in relevantem Umfang dauerhaft in Osteuropa zu stationieren, um Russland keiner existenziellen militärischen Bedrohung auszusetzen. Die US-Militärs, die die Obama-Administration jetzt beispielsweise nach Polen verlegen lassen will, sind dort dementsprechend offiziell nicht fest stationiert, sondern "rotieren". Ein polnischer Hardliner, der sich dafür ausspricht, NATO-Stützpunkte dauerhaft nach Polen zu verlegen, hat daher den martialischen Auftritt des US-Präsidenten eine "Nebelwand" genannt.[7]"
So
---------- Forwarded message ----------
From: German-Foreign-Policy <newsletter@german-foreign-policy.com>
Date: 2014-06-04 23:26 GMT+02:00
Subject: Newsletter vom 05.06.2014 - Das finnische Modell (Debatte über NATO-Beitritt der Ukraine)
To: pascal.alter@gmail.com
Newsletter vom 05.06.2014 - Das finnische Modell
BERLIN/KIEW (Eigener Bericht) - Berliner Regierungsberater plädieren
im Machtkampf des Westens gegen Russland für eine enge militärische
Anbindung der Ukraine an das westliche Kriegsbündnis. Zwar sei die
direkte Aufnahme des Landes in die NATO kontraproduktiv und solle
nicht angestrebt werden, heißt es in einem aktuellen Papier der
Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Das stehe jedoch einer
Intensivierung der Kooperation, gemeinsamen Kriegsübungen und
perspektivisch auch einer Aufrüstung des Landes an der Seite des
Westens nicht entgegen. Für die Zukunft schlägt das SWP-Papier für die
Ukraine ein "finnisches Modell" vor: Finnland gehöre offiziell keinem
Militärbündnis an, sei aber eng an die NATO angebunden und praktisch
Teil des Westens; in ähnlicher Weise könne auch Kiew formelle
"Bündnisfreiheit" mit enger Partnerschaft mit der NATO verbinden. Auch
im Mainstream der US-Außenpolitik wird die Auffassung geteilt, ein
NATO-Beitritt der Ukraine sei zu riskant; er könne das Land endgültig
in den Abgrund treiben und die östlichen Mitgliedstaaten des
Kriegsbündnisses langfristig schwer belasten. Die Pläne zu einer
engeren Zusammenarbeit der NATO mit der Ukraine gehen mit zunehmenden
militärischen Aktivitäten in den osteuropäischen NATO-Staaten einher.
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From: German-Foreign-Policy <newsletter@german-foreign-policy.com>
Date: 2014-06-04 23:26 GMT+02:00
Subject: Newsletter vom 05.06.2014 - Das finnische Modell (Debatte über NATO-Beitritt der Ukraine)
To: pascal.alter@gmail.com
Newsletter vom 05.06.2014 - Das finnische Modell
BERLIN/KIEW (Eigener Bericht) - Berliner Regierungsberater plädieren
im Machtkampf des Westens gegen Russland für eine enge militärische
Anbindung der Ukraine an das westliche Kriegsbündnis. Zwar sei die
direkte Aufnahme des Landes in die NATO kontraproduktiv und solle
nicht angestrebt werden, heißt es in einem aktuellen Papier der
Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Das stehe jedoch einer
Intensivierung der Kooperation, gemeinsamen Kriegsübungen und
perspektivisch auch einer Aufrüstung des Landes an der Seite des
Westens nicht entgegen. Für die Zukunft schlägt das SWP-Papier für die
Ukraine ein "finnisches Modell" vor: Finnland gehöre offiziell keinem
Militärbündnis an, sei aber eng an die NATO angebunden und praktisch
Teil des Westens; in ähnlicher Weise könne auch Kiew formelle
"Bündnisfreiheit" mit enger Partnerschaft mit der NATO verbinden. Auch
im Mainstream der US-Außenpolitik wird die Auffassung geteilt, ein
NATO-Beitritt der Ukraine sei zu riskant; er könne das Land endgültig
in den Abgrund treiben und die östlichen Mitgliedstaaten des
Kriegsbündnisses langfristig schwer belasten. Die Pläne zu einer
engeren Zusammenarbeit der NATO mit der Ukraine gehen mit zunehmenden
militärischen Aktivitäten in den osteuropäischen NATO-Staaten einher.
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