piątek, 9 stycznia 2015

Fwd: Satire braucht Tabus / Schweizer Geschichte braucht keine Mythen / Luchs-Fotografie braucht Geduld


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From: NZZ am Morgen <newsletter@nzz.ch>
Date: 2015-01-09 6:10 GMT+01:00
Subject: Satire braucht Tabus / Schweizer Geschichte braucht keine Mythen / Luchs-Fotografie braucht Geduld
To: Pascal Alter <pascal.alter@gmail.com>


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Peter Sennhauser
Liebe NZZ-Leserin, lieber NZZ-Leser

Die Satire braucht Tabus, die sie brechen kann. Die Satire des französischen Magazins «Charlie Hebdo» ist dabei masslos unanständig: Sie baut auf der Tradition der Pamphlete aus der Revolutionszeit, nährt sich vom Kampf der kleinen Leute gegen «die da oben» und von ihrer kindischen Freude an allem, was unter der Gürtellinie liegt. Witzig ist das vor allem auch, weil es niemals einseitig ist. Marc Zitzmann beschreibt den Humor der Zeichner von «Charlie Hebdo».

Kunst und Risiko der Satire

Warum aber betrifft uns der brutale Anschlag auf die Satiriker so sehr, selbst wenn ihr Humor nicht unbedingt dem jedes Einzelnen von uns entspricht? Genau deswegen, schreibt Professor Ulrich Halters von der Uni Freiburg i. Br.: Als politische Gemeinschaft existieren wir überhaupt erst im Gespräch – sozusagen im Kollektiv der Vielstimmigkeit. Ein Angriff auf die Debattierfreude und die Meinungsfreiheit trifft unsere Identität.

Unbedingtheit der Satire

Schweizer Geschichte, ist Professor Jakob Tanner überzeugt, bietet mehr spannende Forschungsfelder als die mythischen Vorstellungen über Neutralität und Unabhängigkeit, die erst im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden sind. Im Gespräch mit Lucien Scherrer zeigt er eindrückliche Beispiele.

Die Schweizer Geschichte floriert

Zwei Fotos in vier Wochen: für den Tierfotografen Laurent Geslin ein schneller Erfolg. Nach den ersten beiden Luchsen lief ihm dann aber in elf Monaten kein einziges Tier mehr vor die Linse. Die Ausbeute der insgesamt vierjährigen Fotopirsch in der Schweiz hat dennoch einen prächtigen Fotoband ergeben, beschreibt Andrea Kucera.

Faszination Luchs

Peter Sennhauser
Tagesleiter / Leitender Redaktor nzz.ch
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Heute Morgen auf NZZ.ch
  • Muslime in der Schweiz Hector Schmassmann, Basler Soziologe und Islam-Kenner, erklärt, warum der radikale Islamismus in der Schweiz weniger gut Fuss fassen konnte als in Frankreich. Mehr... 
  • Ohne langen Atem geht es in Mexiko nicht – Strukturreformen sollen die mexikanische Wirtschaft beflügeln, die Produktivität erhöhen und den Wohlstand erhöhen. Tiefe Erdölpreise und die straffere amerikanische Geldpolitik bedrohen jedoch das ehrgeizige Reformpaket. Mehr...
  • Salatköpfe aus einer anderen Welt – In Peking und Schanghai nimmt das Interesse an Obst und Gemüse aus biologischem Anbau zu. Lebensmittelskandale sind nur ein Grund dafür. Die Produzenten sind zum Teil Idealisten, denen es auch um ein anderes Lebensmodell geht. Mehr...
 
Termine und Themen heute
  • Rubelkrise in Weissrussland – Weissrussland hat seine Währung abgewertet. Die Zentralbank in Minsk senkte am Donnerstag den Wechselkurs des heimischen Rubel zum Dollar um 7,5 Prozent. Mit dem am Freitag wirksamen Schritt reagiert das Land auf den Verfall des russischen Rubel.
  • Prozess gegen Rote-Khmer-Anführer – Der Prozess vor einem Sondertribunal in Kambodscha gegen die beiden ranghöchsten noch lebenden Anführer der Roten Khmer ist aufgenommen worden. Dem einstigen «Bruder Nummer zwei» Nuon Chea und dem ehe-maligen Staatschef Khieu Samphan wird unter anderem Völkermord vorgeworfen.
  • Frauen-Spitzen-Curling in Bern – Welt- und Europameisterin Binia Feltscher und ihre Curlerinnen des CC Flims setzen sich von Freitag bis Sonntag in Bern einem Härtetest aus. Am Berner Damen-Cup messen sich zahlreiche Spitzenteams.
 
Meinung und Debatte
Mit der historisch absolut unhaltbaren Gleichsetzung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) mit der Stasi habe die aggressive Klaviatur der Zürcher SVP einen traurigen Höhepunkt erreicht, der Vergleich sei schlicht skandalös, schreibt Dorothee Vögeli in ihrem Kommentar. 
Leserfavoriten
  • Polizisten durchkämmen nordfranzösisches Dorf  – Die zwei Verdächtigen des Anschlags auf die Satirezeitung «Charlie Hebdo» sollen sich nach einem Medienbericht in einem nordfranzösischen Dorf verschanzt haben. Die Polizei soll den Männern auf der Spur sein. Mehr…
  • Leuthard relativiert Satire-Freiheit – Mit einer Stellungnahme zum Attentat in Paris hat Bundesrätin Leuthard harsche Reaktionen provoziert. Als Medienministerin verurteilte sie nicht nur den Terroranschlag, sondern äusserte sich auch kritisch über Satire. Mehr…
  • Infame Figuren – Der infame Mordanschlag auf die Redaktion der Pariser Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» ist ein Angriff auf unsere Zivilisation. Er muss mit den Mitteln des Rechtsstaates gesühnt werden - und nur mit diesen. Kommentar von Rainer Stadler. Mehr…
 
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